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Mapping for Justice

Hintergrund

Landkonflikte sind ein wachsendes Problem in vielen Ländern des globalen Südens. Großflächige Landaneignungen, meist durch internationale Unternehmen und private Investoren, führen Jahr für Jahr zur Vertreibung tausender Kleinbauern. Was gemeinhin als "Land Grabbing" oder auch „Landnahmen“ bekannt ist, stellt eine große Bedrohung für die Existenz und Ernährungssicherheit betroffener Menschen dar. Ohne formale Landtitel haben lokale Kleinbauern keine rechtliche Mittel, um sich gegen Vertreibungen zu schützen. Ackerland wird in vielen Ländern traditionell bewirtschaftet und zwischen Generationen vererbt. Ohne Karten und Registrierung von traditionellen Landrechten ist es für Regierungen und Investoren leicht auf traditionell bewirtschaftetes Land zuzugreifen.

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Space2Live unterstützt betroffene Gemeinden bei der Kartierung und Dokumentation von Landnutzungsstrukturen und Landrechtsverletzungen. Mit einfachen Technologien wie GPS-Tracking und Open-Source-Satellitenbildern, die mit leicht verfügbaren Hilfsmitteln wie Smartphones und Gratis-Software, welche auch von Laien angewandt werden können, schafft Space2Live eine Plattform für Verhandlungen rund um faire und ethisch vertretbare Landnutzung.

Gleichzeitig helfen die gesammelten Informationen, Ressourcenmanagement in von Klimawandel bedrohten Regionen zu verbessern. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Resilienz und Anpassungsfähigkeit lokaler Bauerngemeinden zu erhöhen.

 

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